Logokirchenkreis Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz

AKTUELLES

Kirchentag 2017

24.-28. Mai, Berlin

Vom 24.-28. Mai ist es wieder so weit: der Deutsche Evangeliche Kirchentag 2017 kommt. Diesmal wird an verschiedenen Orten gefeiert, Hauptorte sind Berlin und Wittenberg.

  • Glasaugen auf Kalender
  • Der Deutsche Evangeliche Kirchentag 2017

    Mittwoch, 24.05. bis Sonntag 28.05. Berlin, Wittenberg

    Einführungstext - Carolin Springer

    Viele freuen sich bereits seit Monaten auf den Kirchentag, ist es doch eine besondere Gelegenheit, vielfältige Vorträge, neue Gottesdienstformen, spannende Debatten, Bibelarbeiten, Konzerte und vieles mehr zu erleben und Menschen zu begegnen. Andere wiederum blicken skeptisch auf den Kirchentag: Zu laut, zu voll, zu gekünstelt, vielleicht ein nettes Event, doch am kirchlichen Alltag vorbei. Manch einer ärgert sich vielleicht sogar über die grellorangenen Plakate mit den großen Glubschaugen, die seit einiger Zeit Berliner Straßen zieren und den Kirchentag bewerben. Zu albern, sagen die einen. Nein, ein echter Hingucker sagen die andere. Ansichtssache? Ja, vielleicht. Auf alle Fälle aber bietet der Kirchentag bereits im Vorfeld jedes Mal aufs Neue Gelegenheit zum Austausch, zur Diskussion, zur Auseinandersetzung.

    Auseinandersetzung nicht nur mit dem Event an sich, sondern eben auch mit dem Glauben, kirchlichen Traditionen und den Herausforderungen, an mich als Christ in der Welt. Diskussionen und Debatten gehören untrennbar zum Kirchentag dazu, sagen manche, aber vielleicht sollte es lieber heißen, Diskussionen und Debatten gehören untrennbar zum Christsein dazu.

    Als Christenmenschen sind wir eingeladen, uns jederzeit einzumischen und das Gute zu suchen. Privat, mit anderen und manchmal eben auch im Rahmen eines Kirchentages. Als Richtschnur dient Gottes Wort.

    Und so hat auch jeder Kirchentag ein biblisches Motto. „Du siehst mich“ sprach einst Hagar zu Gott. Voller Verzweiflung war die schwangere Hagar (übersetzt: Die Fremde) in die Wüste geflohen, nahm selbst den Tod in Kauf, weil sie kein Ansehen mehr fand bei ihren Mitmenschen. Doch dann wendet sich Gott ihr zu und sieht sie an. Hagar, „die Fremde“, ist für Gott keine Fremde und er ist ihr nicht fremd. An einem Brunnen spricht Gott zu ihr durch einen Engel und schenkt ihr neue Hoffnung. Ja, sogar eine Verheißung spricht er ihr zu. Als von Gott angesehene bekam Hagar neuen Lebensmut. Mögen wir bei allen Debatten, Meinungsverschiedenheiten, Sorgen und Anforderungen nicht vergessen, dass wir angesehen sind.

    Bibelkontext - „Du siehst mich“ - Hagar und Ismael

    1 Und Sarai, Abrams Frau, hatte ihm keine Kinder geboren; sie hatte aber eine ägyptische Magd, die hiess Hagar. 2 Und Sarai sprach zu Abram: Sieh, der HERR hat mich verschlossen, so dass ich nicht gebären kann. So geh zu meiner Magd, vielleicht bekomme ich durch sie einen Sohn. Und Abram hörte auf Sarai. 3 Da nahm Sarai, Abrams Frau, nachdem Abram zehn Jahre im Land Kanaan gewohnt hatte, die Ägypterin Hagar, ihre Magd, und gab sie Abram, ihrem Mann, zur Frau. 4 Und er ging zu Hagar, und sie wurde schwanger. Und sie sah, dass sie schwanger war; da wurde ihre Herrin gering in ihren Augen. 5 Sarai aber sprach zu Abram: Das Unrecht, das mir geschieht, komme über dich. Ich selbst habe meine Magd in deinen Schoss gelegt. Und kaum hat sie gesehen, dass sie schwanger ist, da bin ich gering in ihren Augen. Der HERR sei Richter zwischen mir und dir. 6 Und Abram sprach zu Sarai: Sieh, deine Magd ist in deiner Hand. Mach mit ihr, was gut ist in deinen Augen. Da behandelte Sarai sie so hart, dass sie ihr entfloh. 7 Der Bote des HERRN aber fand sie an einer Wasserquelle in der Wüste, an der Quelle auf dem Weg nach Schur. 8 Und er sprach: Hagar, Magd Sarais, wo kommst du her, und wo gehst du hin? Und sie sagte: Vor Sarai, meiner Herrin, bin ich auf der Flucht. 9 Da sprach der Bote des HERRN zu ihr: Kehr zurück zu deiner Herrin und ertrage ihre Härte. 10 Und der Bote des HERRN sprach zu ihr: Ich werde deine Nachkommen reichlich mehren, dass man sie nicht zählen kann in ihrer Menge. 11 Dann sprach der Bote des HERRN zu ihr: Sieh, du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären, und du sollst ihn Ismael nennen, denn der HERR hat auf deine Not gehört. 12 Er wird ein Wildesel von einem Menschen sein, seine Hand gegen alle und aller Hand gegen ihn, und allen seinen Brüdern setzt er sich vor die Nase. 13 Da nannte sie den Namen des HERRN, der zu ihr geredet hatte: Du bist El-Roi. Denn sie sprach: Wahrlich, hier habe ich dem nachgesehen, der auf mich sieht. 14 Darum nennt man den Brunnen Beer-Lachai-Roi. Er liegt zwischen Kadesch und Bered. 15 Und Hagar gebar Abram einen Sohn, und Abram nannte den Sohn, den Hagar geboren hatte, Ismael. 16 Und Abram war sechsundachtzig Jahre alt, als Hagar dem Abram Ismael gebar.

AKTUELLES

Ausstellung - „Kreuzwege. Die Hohenzollern und die Konfessionen 1517-1740“

7.4. bis 9.7.2017, Köpenick, Schloss Köpenick, Schloßinsel 1

Die Hohenzollern zählten zu den mächtigsten Reichsfürsten der Frühen Neuzeit. Die Sonderausstellung geht der Frage nach, welche Rollen die Konfessionen für die große europäische Dynastie der Hohenzollern spielten.

  • Kalender und Barth's Schloß Köpenick
  • Ausstellung

    „Kreuzwege. Die Hohenzollern und die Konfessionen 1517-1740“

    7.4. bis 9.7.2017, Köpenick, Schloss Köpenick, Schloßinsel 1

    Im Zuge der Reformation war es auch an den Reichsfürsten sich der Frage zu stellen: "Woran glaubst Du?" Entscheiden sie sich für den Weg der Reformatoren Luther, Zwingli und Calvin, oder gehen sie den Weg der katholischen Kirche weiter. Diese Entscheidung hatte weitreichende Auswirkungen für ihre Untertanen, den sie nahmen den Glauben ihrer Fürsten an. Im schlimmsten Fall hieße es auch dafür in den Krieg zu ziehen.

    Die Hohenzollern zählten zu den mächtigsten Reichsfürsten der Frühen Neuzeit. Die Sonderausstellung geht der Frage nach, welche Rollen die Konfessionen für die große europäische Dynastie der Hohenzollern spielten. Den zeitlichen Rahmen für die Ausstellung umfasst die Frühzeit der Reformation um 1517 bis hin zum Einfluss des Pietismus im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts.

    Mit rund 160 Exponate aus den Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, sowie ca. 40 Leihgaben externer Leihgeber, zwischen Reformation und Aufklärung, wird dem Besucher ein guter Einblick in diese spannende Zeit gegeben. In den Ausstellungsräumen im Erdgeschoss des Schlosses Köpenick finden sich besondere Schriftdokumente, der berühmte Thesendruck von 1517, aber auch Werke der Buch-, Goldschmiede- und Textilkunst.

    Die reformierte Schlossgemeinde Köpenick kommt im Rahmen der Ausstellung eine besondere Rolle zu. Sie hat sich breiterklärt ihre Pforten während des Ausstellungsrundgangs für die Besucherinnen und Besucher zu öffnen. Die Besucher können so die Köpenicker Schlosskirche als einzigen authentisch Ort der konfessionellen Orientierung der Hohenzollern in Berlin erfahren.

    Preis: 6,00 Euro, ermäßigt 3,00 Euro.

    Öffnungszeiten Oktober bis März:
    Do - So 11:00 - 17:00 Uhr

    Öffnungszeiten April bis September:
    Mo geschlossen, Di - So 11:00 - 18:00 Uhr

    Es werden zu bestimmten Terminen auch öffentliche Führungen angeboten.Teilnahmekarten sind online buchbar und am Veranstaltungstag an der Museumskasse erhältlich. Begrenzte Teilnehmerzahl. Preis 4,- Euro zzgl. Eintritt.

    Nächste Termine der öffentlichen Führung: 16.04.2017, 30.04.2017, 04.06.2017, 21.05.2017, 04.06.2017, 18.06.2017, 02.07.2017, 16.07.2017.

AKTUELLES

Pfingsten 2017

04.- 05. Juni, alle Gemeinden

Wir laden Sie herzlichst dazu ein die Veranstaltungen in unseren Gemeinden am Pfingstsonntag und Pfingstmontag zu besuchen.

  • Zwei Tauben sitzend Hintergrund Himmel und Wolken
  • Auszug aus Reinecke Fuchs

    Johann Wolfgang von Goethe


    Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen; es grünten und blühten
    Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken
    Übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel;
    Jede Wiese sprosste von Blumen in duftenden Gründen,
    Festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.

    Quelle: Goethe, Johann Wolfgang von. Hamburger Ausgabe Bd.2. DTV. S. 285.

    Bibelkontext - Die Pfingstrede des Petrus

    14 Petrus aber trat vor, zusammen mit den elfen, erhob seine Stimme und sprach: Ihr Juden und all ihr Bewohner Jerusalems, dies sei euch kundgetan, vernehmt meine Worte! 15 Diese Männer sind nicht betrunken, wie ihr meint; es ist doch erst die dritte Stunde des Tages. 16 Nein, hier geschieht, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist: 17 Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da werde ich von meinem Geist ausgiessen über alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Gesichte sehen, und eure Alten werden Träume träumen. 18 Und auch über meine Knechte und über meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgiessen, und sie werden weissagen. 19 Wunder oben am Himmel werde ich wirken und Zeichen unten auf Erden: Blut und Feuer und qualmenden Rauch. 20 Die Sonne wird Finsternis werden und der Mond Blut, ehe der grosse und herrliche Tag des Herrn kommt. 21 Und so wird es sein: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. 22 Israeliten, hört diese Worte: Jesus von Nazaret, einen Mann, der sich vor euch als Gesandter Gottes ausgewiesen hat durch machtvolle Taten und Wunder und Zeichen, die Gott - wie ihr selbst wisst - mitten unter euch durch ihn getan hat, 23 ihn, der nach Gottes unumstösslichem Ratschluss und nach seiner Voraussicht preisgegeben werden sollte, habt ihr durch die Hand gesetzloser Menschen ans Kreuz geschlagen und getötet. 24 Ihn hat Gott auferweckt und aus den Wehen des Todes befreit, denn dass er in dessen Gewalt bleiben könnte, war ja unmöglich. 25 David sagt nämlich von ihm: Ich habe den Herrn allezeit vor Augen, denn er ist zu meiner Rechten, dass ich nicht wanke. 26 Darum freut sich mein Herz, und meine Zunge jubelt, mein ganzer Leib wird ruhen am Ort der Hoffnung. 27 Denn du wirst meine Seele nicht der Unterwelt überlassen noch deinen Heiligen Verwesung schauen lassen. 28 Du hast mir kundgetan Wege des Lebens, du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem Angesicht. 29 Brüder, zu euch kann ich ja offen reden über den Patriarchen David: Er starb, und er wurde begraben, und sein Grab ist da bei uns bis auf den heutigen Tag. 30 Da er nun ein Prophet war und wusste, dass Gott ihm mit einem Eid zugesagt hatte, einer von seinen Nachkommen werde auf seinem Thron sitzen, 31 redete er vorausschauend von der Auferstehung des Christus, als er sagte, er sei nicht der Unterwelt überlassen worden und sein Fleisch habe die Verwesung nicht geschaut. 32 Diesen Jesus hat Gott zum Leben erweckt; dessen sind wir alle Zeugen. 33 Er ist nun zur Rechten Gottes erhöht und hat vom Vater die verheissene Gabe, den heiligen Geist, empfangen, den er jetzt ausgegossen hat, wie ihr seht und hört. 34 Denn nicht David ist in den Himmel hinaufgestiegen, vielmehr sagt er ja selber: Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, 35 bis ich deine Feinde hingelegt habe als Schemel für deine Füsse. 36 Klar und deutlich erkenne also das ganze Haus Israel, dass Gott ihn zum Herrn und zum Gesalbten gemacht hat, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt. 37 Als sie dies hörten, traf es sie mitten ins Herz, und sie fragten Petrus und die übrigen Apostel: Was sollen wir tun, Brüder? 38 Petrus sagte zu ihnen: Kehrt um, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, und ihr werdet die Gabe des heiligen Geistes empfangen. 39 Denn euch gilt die Verheissung und euren Kindern und allen in der Ferne, allen, die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird. 40 Und auf vielerlei Weise beschwor und ermahnte er sie: Lasst euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht! 41 Die nun sein Wort annahmen, liessen sich taufen. Und an jenem Tag wurden ungefähr dreitausend Menschen der Gemeinde zugeführt.

    Apostelgeschichte 2,14-41

    Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2007.

Losung des Monats

Mai 2017

Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.

Kolosser 4,6

  • Vogel
  • Die Jahreslosung 2017

    Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

    Hesekiel 36,26

  • Bibelkontext: Ruf zur Fürbitte - Aus: Brief an die Kolosser

    2 Haltet fest am Gebet, wachen Sinnes und voller Dankbarkeit! 3 Betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür für sein Wort öffne und wir das Geheimnis Christi verkündigen können, um dessentwillen ich in Fesseln liege, 4 damit ich es offenbar machen und davon reden kann, wie es meine Aufgabe ist. 5 Denen draussen begegnet mit Weisheit, kauft die Zeit aus! 6 Eure Rede soll stets Anklang finden und doch voller Würze sein; ihr sollt imstande sein, jedermann Red und Antwort zu stehen.

    Kolosser 4, 2-6

    Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2007.

  • Was sind die Losungen?

    Die Losungen sind Gottes Wort für jeden Tag

    Die Losungen sind ein Weg, Gottes Wort mit dem Alltag zu verbinden. Für jeden Tag des Jahres bieten sie [...] Bibelworte [...] aus der christlichen Tradition.

    Die Losungen sind Gottes Wort in 50 Sprachen

    Die Losungen erscheinen in 50 Sprachen in aller Welt. Sie verbinden Menschen unterschiedlicher Kulturen und Konfessionen. Allein in deutscher Sprache haben die Losungen [in gedruckter Form. Anmerk.] eine Auflgae von einer Million Exemplaren.

    Die Losungen sind Gottes Wort seit 283 Jahren

    Die Losungen erscheinen jedes Jahr seit 1731, ohne Unterbrechung. Seither sprechen sie zu ganz unterschiedlichen Menschen, über alle Wechsel der Gesellschaftsordnung hinweg.

    Quelle: Die Losungen 2013. Friedrich Reinhardt Verlag 2012. Covertext.

Worte des Monats

Mai 2017

Dieses Mal mit dem Thema: „Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reichlich dankbar.“ (Kolosser 2,6)

  • offenes Buch
  • Über die Worte

    Diese neue Sektion auf der Seite des Reformierten Kirchenkreises widmet sich den Mitgliedern, die in den Gemeinden interessante Texte veröffentlichen. Beginnen möchten wir mit den Geistlichen. Jeden Monat veröffentlichen sie interessante Texte in den jeweiligen Gemeindebriefen. Wir möchten diese hier besonders herausheben, ihnen ein kleines Forum geben, so dass sie alle Interessierten schnell finden, lesen, und sich ihre Gedanken machen können.

  • WORTE

    Thema: „Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reichlich dankbar.“ (Kolosser 2,6)

    Dieses Mal von Pfarrer Malte Koopmann

    Die Worte des Monatsspruchs sind inhaltsschwer. Sie beschreiben nämlich Entscheidungen und den Weg von Menschen, die sich im Blick auf ihr eigenes Leben festgelegt haben. Sie haben sich für Christus Jesus entschieden, ihn angenommen. Sie haben ihr JA zu ihm und seinem Weg gesagt. Das ist eine für das eigene Leben nicht unwesentliche Entscheidung. Sie hat Konsequenzen, wenn sie den eigenen Lebensweg prägen soll. Das muss denen klar sein, die sich so entscheiden oder für andere Menschen entscheiden, die dazu selbst nicht in der Lage sind. Christsein hat immer auch mit Entscheidungen zu tun, es ist nichts Statisches, Unveränderliches.

    Die ersten christlichen Gemeinden in Kleinasien haben diese Worte des Apostels als ihren Glauben unterstützende Hinweise bekommen. Sie sollen ihnen helfen, in allen Veränderungen ihres Lebens im Glauben zu bleiben: „ ... so lebt auch in ihm und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, ... und seid dankbar.“ Offensichtlich sind diese Hinweise in ihrer Entstehungszeit nicht überflüssig. Schon die ersten Gemeinden werden von Auseinandersetzungen um den Glauben erschüttert. Da können die Apostelworte zur Orientierung helfen. Sie sagen deutlich, dass es unverzichtbar ist, den eigenen Glauben im gekreuzigten und auferstandenen Christus Jesus gegründet zu wissen und von ihm her zu denken und zu leben. Das war und ist auch heute nicht immer leicht. Deshalb brauchen wir wie die Christen vor fast 2000 Jahren Glaubenshilfe, die zugleich zur Lebenshilfe wird. Die Worte sind ein gutes Angebot zur Orientierung im Glauben und zum Leben. Und es ist gut, dass wir auf die Dankbarkeit als Kennzeichen christlichen Lebens hingewiesen werden.

    Quelle: Gemeindebrief Brandenburg. April 2014. Pfarrer Malte Koopmann.

    Bibelkontext: Die Auseinandersetzung mit den Gegnern

    6 Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so lebt nun auch in ihm: 7 verwurzelt in ihm und aufgebaut auf diesem Fundament, gefestigt im Glauben, so wie ihr unterrichtet worden seid, und voller Dankbarkeit. 8 Gebt acht, dass es niemandem gelingt, euch einzufangen durch Philosophie, durch leeren Betrug, der sich auf menschliche Überlieferung beruft, auf die kosmischen Elemente und nicht auf Christus. 9 Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, 10 und in ihm, der das Haupt aller Macht und Gewalt ist, habt ihr teil an dieser Fülle. 11 In ihm habt ihr auch eine Beschneidung empfangen, die nicht durch Menschenhand vollzogen wird, sondern durch das Ablegen des vergänglichen Leibes: die Beschneidung, die in Christus geschieht. 12 Mit ihm seid ihr begraben worden in der Taufe, und mit ihm seid ihr auch mitauferweckt worden durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat. 13 Euch, die ihr tot wart in euren Verfehlungen, im unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, euch hat er zusammen mit ihm lebendig gemacht, indem er uns alle Verfehlungen vergeben hat. 14 Zerrissen hat er den Schuldschein, der aufgrund der Vereinbarungen gegen uns sprach und uns belastete. Er hat ihn aus dem Weg geräumt, indem er ihn ans Kreuz heftete. 15 Die Mächte und Gewalten hat er ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt, ja im Triumphzug hat er sie mit sich geführt. 16 Darum soll niemand über euch zu Gericht sitzen in Sachen Speise und Trank, Fest, Neumond oder Sabbat; 17 das alles ist ja nur ein Schatten des Künftigen, das Wirkliche ist Christus. 18 Niemand soll euch den Siegespreis aberkennen, keiner, der sich gefällt in Demut und Engelverehrung und dem, was er als Eingeweihter geschaut hat. Ohne Grund bläht er sich auf in seinem auf das Irdische beschränkten Sinn 19 und hält sich nicht an das Haupt, von dem aus der ganze Leib, durch Sehnen und Bänder gestützt und zusammengehalten, in göttlichem Wachstum wächst. 20 Wenn ihr mit Christus gestorben und von den kosmischen Elementen befreit seid, was lasst ihr euch dann Bedingungen auferlegen, als lebtet ihr noch in der Welt? 21 ‹Das darfst du nicht anfassen, das nicht kosten, das nicht zu dir nehmen!› - 22 lauter Dinge, die doch dazu da sind, gebraucht und aufgebraucht zu werden. So lauten Gebote und Lehren, die von Menschen stammen. 23 Das sieht alles nach Weisheit aus und kommt fromm und demütig daher, um ja nicht den Leib zu schonen; sie wollen ihm nicht die Ehre erweisen und nicht der Befriedigung des Fleisches dienen.

    Kolosser 2, 6-23

    Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2007.

Aspekt des Monats

Mai 2017

Jeden Monat möchten wir Sie einladen einen Aspekt unseres Glaubens kennen zu lernen. Wenn Sie nicht bis zum nächsten Monat warten wollen, dann sehen Sie sich unseren Glossar an.

  • Elefant
  • Brief an die Kolosser

    Im Kanon des Neues Testaments sind 13 Schriften enthalten, die auf den Apostel Paulus zurückgeführt werden. Doch nicht alle diese überlieferten Schriften stammen tatsächlich von Paulus. Die Authetizität des Briefes an die Kolosser ist bis heute umstritten. Vermutlich wurde der Brief in nachpaulinischer Zeit, etwa um 80 n. Chr. verfasst. Die Verfasser wollten das Vermächtnis des Paulus erhalten und auf die Herausforderungen der neuen Zeit mit Hilfe der Authorität ihres Lehrers reagieren. Vermutlich entstand der Brief durch Schüler des Paulus, die bewusst am Namen ihres Lehrers festhielten und die Theologie ihres Lehrers nach dessen Tod auf die neuen Situationen und Probleme in den Gemeinden hin befragten und universalisierten.

    Die Kolosser, an die der Brief gerichtet ist, sind eine Gemeinde in Kolossai, in der damaligen griechischen Region Phrygien, heute Türkei. Der Ort lag an einer bedeutenden Handelsstraße. Hier gab es schon sehr früh eine christliche Gemeinde.

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Wer wir sind

Wir sind eine Kirche der Union. Das heißt: neben einer Mehrheit von lutherischen gibt es unter dem Dach der Landeskirche eine Reihe von deutsch oder französisch reformierten Gemeinden, die in einem eigenen Kirchenkreis verbunden sind. Diesen reformierten Kirchenkreis möchten wir Ihnen mit diesem Internetauftritt vorstellen.

  • Kelch auf Glas
  • Wer Wir Sind

    Die einzelnen Gemeinden des Kirchenkreises haben durch ihre Geschichte und die örtlichen Gegebenheiten unterschiedliche Prägungen, denn ihre jeweilige Eigenständigkeit ist eines ihrer besonderen Merkmale. Was uns eint, ist der Anspruch, nach Gottes Wort reformiert zu sein. Das bedeutet, Strukturen und Aufgaben der Gemeinde so weiterzuentwickeln, dass sie jetzt und in Zukunft in den jeweiligen gesellschaftlichen Herausforderungen bestehen kann. Begründende und leitende Autorität ist dabei das Wort Gottes, wie es uns aus der Bibel lebendig entgegentritt. Mit diesem Verständnis sind wir eingebunden in den großen Kreis der Kirchen des Reformierten Weltbundes, zu dem 105 Millionen Menschen reformierten Glaubens gehören.

    Als Teil der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hoffen wir, mit unserem besonderen Beitrag die Diskussion um den richtigen Weg der Kirchen/Gemeinden im 21. Jahrhundert zu fördern.

  • Kreiskirchenrat

    Der Kreiskirchenrat leitet den Kirchenkreis. Er nimmt die Aufgaben der Kreissynode zwischen deren Tagungen wahr. (Grundordnung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandemburg-schlesische Oberlausitz, Abschnitt 3, Artikel 49, § 1)

  • Kontakt

    Die Vorsitzende des Kreiskirchenrates ist Cornelia Müller, die Pfarrerin mehrerer Gemeinden in der Uckermark.

    Zur Mühle 1
    16247 Ziethen
    Telefon Festnetz: 033364-50600
    E-Mail: vorsitz(at)reformierterkirchenkreis.de

    Um sich mit Pfarrerin Müller in Kontakt zu setzen, können Sie auch das Kontaktformular benutzen.

    Bitte hier klicken!

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