Geschichte des reformierten Glaubens

Die Reformation in Deutschland wurde weitgehend durch Martin Luther bestimmt, auf dessen Erbe sich die Evangelisch-lutherischen beziehen. In der Schweiz wurde die Reformation durch Huldrich Zwingli angestoßen, später breitete sie sich nach Frankreich (und Südwestdeutschland), sowie die Niederlande (und Norddeutschland) vor allem durch Johannes Calvin aus. Die entstehende Kirche wurde aber nicht nach einem Reformator benannt, um eine falsche Bedeutsamkeit von Personen zu vermeiden. Deshalb der eher programmatische Name: reformierte Kirche.

Bis sich im 18. Jahrhundert allmählich die Aufklärung durchsetzte, richtete sich nach der Regel "cuius regio eius religio" die Konfession eines Landes nach der ihres Fürsten. Als in Brandenburg 1613 der Kurfürst vom lutherischen zum reformierten Bekenntnis übertrat, wurde mit diesem Prinzip erstmals gebrochen. Die Bevölkerung blieb lutherisch. Aber er und die ihm folgenden Kurfürsten begünstigten die Einwanderung Reformierter aus der Schweiz, den Niederlanden, Böhmen und besonders ab 1685 aus Frankreich nach Brandenburg. In der 1817 gebildeten Unionskirche gingen viele reformierte Gemeinden ihrer reformierten Identität verlustig, einige jedoch ließen sich aufgrund ihrer Sprache und Herkunft nicht integrieren und bewahren bis heute das reformierte Erbe in der gemeinsamen unierten Landeskirche. 1972 wurde durch die Leuenberger Konkordie volle gegenseitige Anerkennung und Abendmahlsgemeinschaft hergestellt.

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