Gottesdienst

Im Zentrum des reformierten Gottesdienstes steht das verlesene, gesungene und ausgelegte Wort Gottes. Die reformierte Gottesdienstordnung leitet sich vom Predigtgottesdienst her. Darin unterscheidet sie sich von der lutherischen, die auf der altkirchlichen Messordnung gründet. Das in der Predigt aktuell zur Sprache kommende biblische Wort Gottes ist der wichtigste Teil des Gottesdienstes. Während des Gottesdienstes gibt neben der Predigt durch den Pfarrer, die Lesung eines Teils der Bibel sowie einer Frage und einer Antwort aus dem Heidelberger Katechismus durch den Lektor/die Lektorin, den Gemeindegesang, Gebete (sehr wichtig ist das Beten des Unser Vater) und Fürbitten. In einigen Gemeinden werden die Zehn Gebote vorgelesen. Das Verlesen der Zehn Gebote signalisiert die fortdauernde Bedeutung des Bundes Gottes mit dem Volk Israel. Die Gemeinde bekennt im Gottesdienst gemeinsam ihren Glauben, zumeist mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis in der ökumenischen Fassung. Meist einmal im Monat nimmt die Gemeinde das Abendmahl in beiderlei Gestalt, das heißt in Brot und Wein. Am Ende des Gottesdienstes erbittet der Pfarrer den göttlichen Segen für die Anwesenden. Besonderes Liedgut haben die Reformierten mit den gereimten und vertonten 150 biblischen Psalmen, die vielerorts wieder regelmäßig gesungen werden.

Sitemap

Logokirchenkreis Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz EKBO Marke