Logokirchenkreis Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz

AKTUELLES

Erzählcafé - Gespräche in gemütlicher Runde

Brandenburg, Gemeindehaus, 29.08., 18.30 Uhr

Das besondere und etwas andere Café. Zuhören, erzählen, genießen. Erfahren Sie mehr von ihrem Mitmenschen. Pfarrer Malte Koopmann leitet diese besondere Reihe, die sich an alle richtet, denen ein bestimmtes Thema am Herzen liegt oder einfach Spaß daran haben einander kennenzulernen. Nicht nur für Gemeindemitglieder!

  • Kaffetasse mit Sofa
  • Erzählcafé - Gespräche in gemütlicher Runde

    Brandenburg, Gemeindehaus

    Das Thema dieses Mal: "Flüchtlinge: Jede Generation hat sie. Was sich nie ändert, was sich ändert."
    Wer hat sie nicht in seiner Familie: Flüchtlinge. Meine Mutter ist Kriegsflüchtling, Tante und Onkel waren Republikflüchtlinge. Was hat sie vertrieben, was haben sie erlebt? Was haben ihre Geschichten mit denen gemein, die wir heute von Geflüchteten kennen? Was hat sich für uns in Deutschland geändert? Zu diesem Abend eingeladen ist auch ein Gast eingeladen, der als „Einzelentscheider“ in Eisenhüttenstadt arbeitet und seine persönlichen Erfahrungen mit in das Gespräch bringen wird.

    Das besondere und etwas andere Café. Zuhören, erzählen, genießen. Erfahren Sie mehr von ihrem Mitmenschen. Pfarrer Malte Koopmann leitet diese besondere Reihe, die sich an alle richtet, denen ein bestimmtes Thema am Herzen liegt oder einfach Spaß daran haben einander kennenzulernen. Nicht nur für Gemeindemitglieder!

    "Erzählcafé – das sagt mir nichts, werden vielleicht viele von Ihnen denken. Verwunderlich ist das nicht, denn die Brandenburger Gemeinde lud erstmals im Dezember zu diesem neuen Veranstaltungsformat ein. Brandenburger und Nicht-Brandenburger, Gemeindeglied oder nicht, Jung oder „nicht mehr ganz so jung“, Nähe zur Kirche oder nicht – jeder ist herzlich willkommen. Zuhören, erzählen, ein Glas Bier oder Wein genießen (oder zwei oder drei...) – künftig öffnet das Erzählcafé in der Ritterstraße einmal im Quartal seine Pforten. Zwar ist das Gemeindehaus kein Kaffeehaus, aber lockere Café-Stimmung lässt sich zaubern. Fehlen nur noch etwas Phantasie und ein spannendes Thema."

    Sabine Dörr

    Wir sorgen wie immer gern für Getränke und Snacks. Sie helfen uns sehr, wenn Sie sich bis zum Montag, 27. August, im Pfarramt anmelden: 03381/ 200200 (auch AB) oder pfarramt.brandenburg(at)reformierterkirchenkreis.de

    Ort und Zeit

    Termin des nächsten Erzählcafés ist der 29. August, ab 18:30 Uhr in Brandenburg, Gemeindehaus, Ritterstraße 94

Losung des Monats

August 2018

Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.

1 Johannes 4,16

  • Vogel
  • Die Jahreslosung 2018

    Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

    Offenbarung 21,6

  • Die Vollendung des Glaubens in der Liebe

    7 Ihr Lieben, lasst uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt, ist aus Gott gezeugt, und er erkennt Gott. 8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe. 9 Darin ist die Liebe Gottes unter uns erschienen, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben. 10 Darin besteht die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt hätten, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühne für unsere Sünden. 11 Ihr Lieben, wenn Gott uns so geliebt hat, sind auch wir verpflichtet, einander zu lieben. 12 Niemand hat Gott je geschaut. Wenn wir aber einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist unter uns zur Vollendung gekommen. 13 Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns: Dass er uns von seinem Geist gegeben hat. 14 Und wir haben geschaut und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Retter der Welt. 15 Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er bleibt in Gott. 16 Und wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und ihr geglaubt. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. 17 Darin ist die Liebe unter uns zur Vollendung gekommen: Dass wir dem Tag des Gerichts mit Zuversicht entgegensehen sollen, denn wie er, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, 18 nein, die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht rechnet mit Strafe; wer sich also fürchtet, ist in der Liebe nicht zur Vollendung gekommen. 19 Wir aber lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. 20 Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und er hasst seinen Bruder, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder, den er vor Augen hat, nicht liebt, kann nicht Gott lieben, den er nicht vor Augen hat. 21 Und dieses Gebot haben wir von ihm: dass, wer Gott liebt, auch seinen Bruder liebe.

    1 Johannes 4,7-21

    Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2007.

  • Was sind die Losungen?

    Die Losungen sind Gottes Wort für jeden Tag

    Die Losungen sind ein Weg, Gottes Wort mit dem Alltag zu verbinden. Für jeden Tag des Jahres bieten sie [...] Bibelworte [...] aus der christlichen Tradition.

    Die Losungen sind Gottes Wort in 50 Sprachen

    Die Losungen erscheinen in 50 Sprachen in aller Welt. Sie verbinden Menschen unterschiedlicher Kulturen und Konfessionen. Allein in deutscher Sprache haben die Losungen [in gedruckter Form. Anmerk.] eine Auflgae von einer Million Exemplaren.

    Die Losungen sind Gottes Wort seit 283 Jahren

    Die Losungen erscheinen jedes Jahr seit 1731, ohne Unterbrechung. Seither sprechen sie zu ganz unterschiedlichen Menschen, über alle Wechsel der Gesellschaftsordnung hinweg.

    Quelle: Die Losungen 2013. Friedrich Reinhardt Verlag 2012. Covertext.

Rätsel des Monats

August 2018

Jüdischer Theologe mit römischen Bürgerrecht betätigt sich als Verfolger der Gemeinde Christi. Er holt sich Freibrief vom Hohepriester und begibt sich mit Arbeitskollegen auf Geschäftsreise in die ehemalige Hauptstadt von Phönikien. Nahe des Ziels geht im ein Licht auf und er hört eine Stimme, die ihn fragt warum er tue was er tue. Das Licht blendet ihn, dadurch soll ihm eine Lehre erteilt werden. Ein Jünger des Herrn erhält von ihm den Auftrag zu dem Pharisäer zu gehen, da dieser auserwählt sei sein Wort zu verbreiten. Angekommen, legt er dem zukünftigen Religionsstifter die Hände auf, und er kann wieder sehen. Er ist nun von der Sache überzeugt und legt los. Vorher lässt er sich noch taufen und speist fürstlich.

  • Rätselblatt
  • Informationen zum Sprachrätsel des Monats

    Die Bibel ist ein Buch voll von Geschichten, deren Plotlinien sich in unser kulturelles Gedächtnis eingeschrieben haben. Monatlich möchten wir ihnen ein biblisches Sprachrätsel präsentieren, dass auf eine dieser Plotlinien verweist.

    Ihre Aufgabe wird sein die Bibelstelle zu finden. Unser Ziel ist es, dass sie mit Spass und Ergeiz ihre detektivischen Fähigkeiten im Buch der Bücher schulen, und durch eifriges lesen der Lösung auf die Spur kommen.

    Manche der Rätsel werden einfacher sein, da sie sich aus kanonischen Geschichten speißen, aber manche werden auch eine harte Nuss, selbst für Belesene, sein. Natürlich werden wir sie nicht allein lassen und ihnen unter "Hilfe" einen kleinen Tipp geben.

    Wir wünschen Ihne viel Spaß beim Lesen und Rätseln

  • Eine kleine Starthilfe

    Natürlich geben wir Ihnen einen kleinen Tipp.

    Die Figur deren Ursprungsgeschichte wir suchen ist bekannt durch vieles Reisen und fleisiges Briefe schreiben. Außerdem ist er bekannt für seine Namensänderung, die zu einem geflügelten Wort geworden ist. Sie finden seine Geschichte im lukanischen Doppelwerk.

  • Lösung

    Die Berufung des Saulus

    Apostelgeschichte 9, 1-19

    1 Saulus aber schnaubte noch immer Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn. Er ging zum Hohen Priester 2 und bat ihn um Briefe an die Synagogen in Damaskus, dass er, wenn er Anhänger dieses neuen Weges dort finde - Männer und auch Frauen -, sie gefesselt nach Jerusalem bringen solle. 3 Als er unterwegs war, geschah es, dass er in die Nähe von Damaskus kam, und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel; 4 er stürzte zu Boden und hörte eine Stimme zu ihm sagen: Saul, Saul, was verfolgst du mich? 5 Er aber sprach: Wer bist du, Herr? Und er antwortete: Ich bin Jesus, den du verfolgst. 6 Doch steh auf und geh in die Stadt, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst. 7 Die Männer aber, die mit ihm unterwegs waren, standen sprachlos da; sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemanden. 8 Da erhob sich Saulus vom Boden; doch als er die Augen öffnete, konnte er nicht mehr sehen. Sie mussten ihn bei der Hand nehmen und führten ihn nach Damaskus. 9 Und drei Tage lang konnte er nicht sehen, und er ass nicht und trank nicht. 10 In Damaskus aber war ein Jünger mit Namen Ananias, und zu diesem sprach der Herr in einer Vision: Ananias! Er sagte: Hier bin ich, Herr. 11 Der Herr aber sagte zu ihm: Mach dich auf und geh in die Strasse, die man ‹die Gerade› nennt, und frag im Haus des Judas nach einem Mann aus Tarsus mit Namen Saulus! Du wirst sehen, er betet, 12 und er hat in einer Vision einen Mann namens Ananias gesehen, der zu ihm hereinkam und ihm die Hände auflegte, damit er wieder sehe. 13 Ananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen Seiten gehört, wie viel Böses dieser Mann deinen Heiligen in Jerusalem angetan hat. 14 Und von den Hohen Priestern hat er hier die Vollmacht, alle festzunehmen, die deinen Namen anrufen. 15 Der Herr aber sagte zu ihm: Geh hin, denn gerade er ist mein auserwähltes Werkzeug, meinen Namen zu tragen vor den Augen von Völkern und Königen und vor den Augen der Israeliten. 16 Ich werde ihm zeigen, wie viel er wird leiden müssen um meines Namens willen. 17 Da machte sich Ananias auf und ging in das Haus hinein, legte ihm die Hände auf und sprach: Saul, mein Bruder, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir erschienen ist auf dem Weg, den du gekommen bist: Du sollst wieder sehen und erfüllt werden von heiligem Geist! 18 Da fiel es ihm wie Schuppen von den Augen, und er sah wieder; und er stand auf und liess sich taufen. 19 Und er nahm Speise zu sich und kam wieder zu Kräften.


    Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2008.

Worte des Monats

August 2018

Gemeinsam sprechen Konfirmanten jedes Jahr im Mai mit der ganzen Gemeinde die Worte des Apostolischen Glaubensbekenntnisses, die mit den Worten „Ich glaube an ....“ beginnen. In diesem Gottesdienst, vor der Gemeinde und ihren Familien, bekennen sie sich zum christlichen Glauben.

  • offenes Buch
  • Über die Worte

    Diese neue Sektion auf der Seite des Reformierten Kirchenkreises widmet sich den Mitgliedern, die in den Gemeinden interessante Texte veröffentlichen. Beginnen möchten wir mit den Geistlichen. Jeden Monat veröffentlichen sie interessante Texte in den jeweiligen Gemeindebriefen. Wir möchten diese hier besonders herausheben, ihnen ein kleines Forum geben, so dass sie alle Interessierten schnell finden, lesen, und sich ihre Gedanken machen können.

  • WORTE

    Thema: Die Konfirmation

    Dieses Mal von Meike Waechter

    Der Mai ist der Monat der Konfirmationen. Landauf, landab putzen sich Mädchen und Jungen heraus, um sich in einem festlichen Gottesdienst vor der Gemeinde und ihren Familien zum christlichen Glauben zu bekennen. Gemeinsam sprechen sie mit der ganzen Gemeinde die Worte des Apostolischen Glaubensbekenntnisses, die mit den Worten „Ich glaube an ....“ beginnen.

    Vor der Konfirmation haben sie den Konfirmandenunterricht besucht. In dieser Zeit lernen sie viel über die Bibel, Gott und Jesus, über den Ablauf eines Gottesdienstes, das Leben in einer Gemeinde und die großen wichtigen Themen wie die Zehn Gebote, das Glaubensbekenntnis und das Unser Vater. Lernen sie auch zu glauben?Früher mussten Konfirmanden sehr viel auswendig lernen, viele Bibelstellen, Lieder und den Katechismus. Ihr Wissen mussten sie in einer Prüfung unter Beweis stellen. Haben sie dadurch den Glauben besser gelernt als Konfirmanden heute, die nur wenig auswendig lernen müssen?

    Für mich lässt sich der Glaube eines Menschen nicht daran ablesen, wie viele Texte er auswendig kann. Glauben ist etwas ganz anderes, als Worte nachzusprechen. Der Vers aus dem Brief an die Hebräer drückt sehr schön aus, dass Glauben nichts mit Wissen oder für wahr halten zu tun hat. Andere Worte, die den Glauben umschreiben, sind Zuversicht und Hoffnung. Glauben ist ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Wie bringt man Konfirmanden Zuversicht und Hoffnung und Nichtzweifeln bei? Das ist unendlich viel schwerer, als sie etwas auswendig lernen zu lassen.

    Ich versuche, im Konfirmandenunterricht den Jugendlichen zu vermitteln, dass die Kirche Raum gibt für ihre Hoffnungen und ihre Zuversicht, die sie in sich tragen. Wir versuchen, Hoffnung und Zuversicht in Worte zu fassen und die Worte der Hoffnung der Bibel kennen zu lernen. Dabei kann auch das Auswendiglernen von Bibeltexten oder Liedern helfen. Doch es ist auch selbstverständlich, dass diese Worte hinterfragt und überprüft werden dürfen und dass Zweifel dazugehören und ausgesprochen werden müssen. Die Jugendlichen sollen lernen, dass die Kirche der Ort ist, in Gemeinschaft nach Gott zu fragen, über und mit ihm zu sprechen.

    Wenn aus diesem Miteinander, dem Lesen in der Bibel, dem gemeinsamen Singen und den Gesprächen Glauben erwächst, wenn die Jugendlichen aus tiefstem Herzen sagen können „Ich glaube ...“ - am besten mit ihren eigenen Worten -, dann ist das ein großes Geschenk. Es ist ein Geschenk, das ihnen hilft zu leben, denn Hoffnung und Zuversicht er- möglichen Leben.

    Ich wünsche allen, die bei uns und in anderen Gemeinden konfirmiert werden, dass sie einen Funken dieses Glaubens in ihren Herzen tragen mögen und Gott ihre Konfirmation und ihr weiteres Leben begleitet.

    Meike Waechter

    Quelle: Quelle: Die Hugenottenkirche. Juli August 2018. Meike Waechter.

SERIE - Pflanzen in der Bibel

Der Aloebaum und Pflanze

Die in der Bibel erwähnte Aloe wird heute mit zwei unterschiedlichen Pflanzen identifiziert. Einmal den Aloebaum, der im Deutschen als Adlerbaum (Aquilaria agallocha) bekannt ist, und im Alten Testament erwähnt wird. Und weiterhin die im Neuen Testament vorkommende griechische, aus dem südwestlichen Arabien stammtende, Aloe Pflanze, die griechisch aloē (Aloe vera) genannt wird.

  • Senfkörner Großaufnahme
  • Serie Pflanzen in der Bibel - Der Aloebaum und die Aloe Pflanze
    (Aquilaria agallocha & Aloe vera)

    Die in der Bibel erwähnte Aloe wird heute mit zwei unterschiedlichen Pflanzen identifiziert. Einmal den Aloebaum, der im Deutschen als Adlerbaum (Aquilaria agallocha) bekannt ist, und im Alten Testament erwähnt wird. Und weiterhin die im Neuen Testament vorkommende griechische, aus dem südwestlichen Arabien stammtende, Aloe Pflanze, die griechisch aloē (Aloe vera) genannt wird.

    Der Aloebaum ist mit über 20 Arten in Ostafrika und Nordindien beheimatet. Er kann bis zu 36 Meter groß werden, bildet Büschel von Blüten mit farbiger Fruchthülle, und hat eine Frucht mit einer zweiteiligen Kapsel. In der Bibel geht es aber nicht um die Frucht des Baumes, sondern um die Rinde; sie wird als Räuchermittel benutzt. Das besondere ist, dass die Rinde nur als Räuchermittel eingesetzt werden kann wenn der Baum von einer Pilzerkrankung befallen wird. Dies lässt ihn ein Harz aussondern, das das ansonsten weiche, leichte Holz zu einem harten, aromatisch duftenden Holz werden lässt.

    Die Aloe Pflanze hingegen ist eine stämmige, büschelige Pflanze. Sie hat dicke, schwertähnliche Blätter, die an den Rändern dornig gezähnt sind. Inmitten dieser Büschel wachsen bis zu 60cm lange Blütenstängel, die orangefarbige Blüten tragen. Das Öl, gewonnen aus den fleischigen Blättern, ist ein wohlriechendes, aber bitteres. Es ist Grundlage für die Arzneidroge Aloin, dass schon in biblischer Zeit als Abführmittel dient. Eine andere Verwendung findet das Öl bei der Einbalsamieren von Toten, besonders im Alten Ägypten. In seiner Form einer eingedampfte festen Masse ist es ein begehrtes Handelsgut zu dieser Zeit.

    Durch den Fernhandel in der Antike, der vom Atlantik bis nach Indien und Südostasien betrieben wurde, gelangten viele neue Pflanzen in den palästinischen Kulturkreis. Oftmals blieben auch ihre Namen erhalten. So ist das hebräische ǎhālîm (das Aloeholz) ein Lehnwort, das seinen Ursprung in Südostasien hat. In den romanischen Sprachen lassen sich in Aussprache, Schreibweise und Flexion diese Ursprünge noch nachweisen, während es in den germanischen Sprachen zu einer Wandlung kommt. Zum Vergleich: das portugisische Wort aguila, und das französischen bois d’aigle, mit dem englischen eagle-wood und dem deutschen Adlerholz.

    Beispiele aus der Bibel

    Schon gleich zu Beginn der heiligen Schrift sehen wir das die Israeliten Aloebäume gekannt haben. So lassen sie den Propheten Bileam in Numeri berichten das JHWH selbst die Natur in heiligen Land, die Bileam in seiner Vision sieht, gepflanzt hat. Darunter befindet sich auch der Aloebaum.

    6 Wie Bachtäler ziehen sie sich hin, wie Gärten am Strom, wie Aloebäume, die der HERR gepflanzt hat, wie Zedern am Wasser.

    4. Mose 24,6

    Im Psalm 45, der als einziges Beispiel für profane Lyrik im Psalter ist, wird von einem Hofsänger anlässlich der Hochzeit des Königs gedichtet und gesungen. Hier sehen wir, dass eines der edelsten Düfte, neben Myrrhe und Kassia, das Räucherwerk aus der Rinde des Aloebaumes ist, und so eines Königs würdig.

    9 Von Myrrhe und Aloe, von Kassia duften alle deine Gewänder, aus Elfenbeinpalästen erfreut dich das Saitenspiel.

    Psalter 45,9

    Düfte werden in der Bibel nicht nur als edel und erhaben angesehen, sie haben auch einen anderen Zweck. Das Element der Erotik und Verführung wird hier oft durch den Duft von Gewürzen und Räucherwerk impliziert. Diese erotisierende Düfte, die die "Fremde Frau" in den Sprüchen einsetzt um den Mann die Sinne zu vernebeln versinnbildlichen die erotische Gefahr, die in der Warnung des Vaters an den Sohn steckt. Die Frau setzt hier wieder, wie schon im Zitat aus dem Psalter, Myrrhe, Zimt und auch Aloe ein.

    17 Mein Bett habe ich besprengt mit Myrrhe, Aloe und Zimt.

    Sprüche 7,17

    Im Hohelied 4, beschreibt ein Bräutigam seine Braut. Herin werden die edlen Gewürze (Narde, Safran, Gewürzrohr und Zimt) und die erotisierenden Räucherwaren (Weihrauchhölzern, Myrrhe und Aloe) als Metapher für seine Braut gebraucht. Der Körper der Frau wird somit mit den Eigenschaften edel und erotisch ausgestattet.

    13 Aus dir gehen hervor ein Hain von Granatbäumen mit köstlichen Früchten, Hennasträucher samt Nardenkräutern,
    14 Narde und Safran, Gewürzrohr und Zimt samt allen Weihrauchhölzern, Myrrhe und Aloe samt allen besten Balsamsträuchern,
    15 ein Gartenquell, ein Brunnen lebendigen Wassers, Bäche vom Libanon.

    Hohelied 4,13-15

    Während im Alten Testament exklusiv über die Rinde des Baumes als Räucherwerk geschrieben wird, lesen wir erst im Neuen Testament über das Öl aus der Aloe Pflanze. Das Räucherwerk verschwindet hier komplett und macht den Gebrauch der Pflanze platz; nämlich als eine Zutat im Öl zur Einbalsamierung.

    Die Toteneinbalsamierung hat, anders als bei den Ägyptern, nicht den Zweck den Leichnam dauerhaft zu konservieren, sondern ist unter rein praktischen Gesichtspunkten zu sehen. Fäulnis und Verwesung werden durch die Verwendung eines speziellen Ölgemisches zum Zweck der Einbalsamierung deutlich verlangsamt. Dies war mitunter notwendig, da Leichnahme öffentlich ausgestellt wurden oder für einen länger dauernden Transport präpariert wurden. Bedenkt man die herrschenden Temperaturen in Palestina, war dies auch notwendig. Warum allerdings Nikodemus, als er das Gemisch herbeischaffte, um den Leib Jesu nach der Kreuzigung zu präparieren, die ausergewöhnliche Menge von 100 Pfund nimmt, bleibt wohl sein Geheimnis.

    38 Josef von Arimatäa, der ein Jünger Jesu war - ein heimlicher zwar aus Furcht vor den Juden -, bat Pilatus, dass er den Leib Jesu herabnehmen dürfe; und Pilatus erlaubte es. Also ging er und nahm seinen Leib herab. 39 Es kam auch Nikodemus, der früher einmal nachts zu ihm gekommen war, und brachte eine Mischung aus Myrrhe und Aloe mit, etwa hundert Pfund. 40 Sie nahmen nun den Leib Jesu und wickelten ihn zusammen mit den wohlriechenden Salben in Leinenbinden ein, wie es bei einem jüdischen Begräbnis Sitte ist.

    Johannes 19, 38-40

Aspekt des Monats

August 2018 - Calvinisten

Jeden Monat möchten wir Sie einladen einen Aspekt unseres Glaubens kennen zu lernen. Wenn Sie nicht bis zum nächsten Monat warten wollen, dann sehen Sie sich unseren Glossar an.

  • Elefant
  • Calvinisten

    Im Sprachgebrauch geläufig ist seit den reformatorischen Bemühungen Calvins die Beschreibung der Anhänger seiner Lehre als Calvinisten. Erstmalige gebraucht wurde die Bezeichnung wahrscheinlich 1552 durch einen Theologen, der der lutherischen Lehre anhing. Sowohl Calvin als auch diejenigen, die den Theorien des Reformators anhingen oder anhängen, lehnten und lehnen die Bezeichnung ab. Calvin wollte keiner Bewegung seinen Namen geben. Und die Reformierten sehen sich nicht als Anhänger eines bestimmten Menschen.

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Wer wir sind

Wir sind eine Kirche der Union. Das heißt: neben einer Mehrheit von lutherischen gibt es unter dem Dach der Landeskirche eine Reihe von deutsch oder französisch reformierten Gemeinden, die in einem eigenen Kirchenkreis verbunden sind. Diesen reformierten Kirchenkreis möchten wir Ihnen mit diesem Internetauftritt vorstellen.

  • Kelch auf Glas
  • Wer Wir Sind

    Die einzelnen Gemeinden des Kirchenkreises haben durch ihre Geschichte und die örtlichen Gegebenheiten unterschiedliche Prägungen, denn ihre jeweilige Eigenständigkeit ist eines ihrer besonderen Merkmale. Was uns eint, ist der Anspruch, nach Gottes Wort reformiert zu sein. Das bedeutet, Strukturen und Aufgaben der Gemeinde so weiterzuentwickeln, dass sie jetzt und in Zukunft in den jeweiligen gesellschaftlichen Herausforderungen bestehen kann. Begründende und leitende Autorität ist dabei das Wort Gottes, wie es uns aus der Bibel lebendig entgegentritt. Mit diesem Verständnis sind wir eingebunden in den großen Kreis der Kirchen des Reformierten Weltbundes, zu dem 105 Millionen Menschen reformierten Glaubens gehören.

    Als Teil der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hoffen wir, mit unserem besonderen Beitrag die Diskussion um den richtigen Weg der Kirchen/Gemeinden im 21. Jahrhundert zu fördern.

  • Kreiskirchenrat

    Der Kreiskirchenrat leitet den Kirchenkreis. Er nimmt die Aufgaben der Kreissynode zwischen deren Tagungen wahr. (Grundordnung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandemburg-schlesische Oberlausitz, Abschnitt 3, Artikel 49, § 1)

  • Kontakt

    Die Vorsitzende des Kreiskirchenrates ist Cornelia Müller, die Pfarrerin mehrerer Gemeinden in der Uckermark.

    Zur Mühle 1
    16247 Ziethen
    Telefon Festnetz: 033364-50600
    E-Mail: vorsitz(at)reformierterkirchenkreis.de

    Um sich mit Pfarrerin Müller in Kontakt zu setzen, können Sie auch das Kontaktformular benutzen.

    Bitte hier klicken!

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